Anforderungen an das Bettungs- und Fugenmaterial für Pflasterdecken bei statischer und dynamischer Verkehrsbeanspruchung

Anforderungen an das Bettungs- und Fugenmaterial für Pflasterdecken bei statischer und dynamischer Verkehrsbeanspruchung

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Martin Radenberg
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Klaus Krass

Dem Fugenmaterial kommt in der Pflasterbauweise eine große Bedeutung zu. Es gewährleistet den Verbund zwischen den Steinen und leitet auftretende horizontale Beanspruchungen weiter. Für diese Aufgabe ist eine kontinuierliche Fugenfüllung unumgänglich.

Um dieses zu gewährleisten, muss die Filterstabilität zwischen Bettungs- und Fugenmaterial eingehalten werden, um ein Abwandern des Fugenmaterials in die Bettung zu vermeiden. Obwohl in den einschlägigen Richtlinien Hinweise und Kriterien zur Einhaltung der Filterstabilität genannt werden, hat sich in der Praxis gezeigt, dass es trotzdem zu einer Entleerung der Fugen kommen kann. Das Ziel dieser Forschungsarbeit war es die bestehenden Kriterien zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren und zu ergänzen.

Ein besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die kombinierte Belastung aus Beregnung und Vibration gelegt, da vermutet wurde, dass erst diese eine merkliche Abwanderung des Fugenmaterials in die Bettung bewirkt.
Hierzu wurden zwei Versuchsapparaturen konstruiert, die sowohl die Einleitung der entsprechenden Belastungen als auch eine Entnahme des Fugenmaterials nach Versuchsdurchführung ermöglichen. Im Zuge der Untersuchungen hat sich gezeigt, dass erst eine kombinierte Belastung aus Beregnung und Vibration diese merkliche Abwanderung begünstigt. Weiterhin konnten Zusammenhänge zwischen Filterstabilität und Korngrößenverteilung der Bettungs- und Fugenmaterialien erkannt werden.

Anhand dieser Untersuchungsergebnisse wurden Vorschläge zur Verbesserung der Filterstabilität gemacht. Ferner konnte ein Vorschlag für einen Laborversuch, basierend auf den verwendeten Untersuchungseinrichtungen, formuliert werden, durch das ein Vergleich zwischen Fugenmaterialien unterschiedlicher Zusammensetzung ermöglicht werden kann.



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