Revitalisierung von gealtertem Bitumen durch Additive

Revitalisierung von gealtertem Bitumen durch Additive

In Kooperation mit der Firma RCO Recycling-Centrum GmbH
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages


Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Martin Radenberg

Das Primärziel der geplanten Entwicklung besteht darin, dass Additive gesucht und gefunden werden sollen, mit denen die Versprödung von Bitumen, resultierend aus der Alterung, rückgängig gemacht werden kann. Ferner muss das zugehörige Verfahren entwickelt werden, durch das die Additive das gealterte Bitumen revitalisieren. Diese Entwicklung bildet die Voraussetzungen für den stofflichen Widereinsatz des versprödeten Bitumens. Untersucht wird gealtertes Bitumen hauptsächlich stammend aus der Dachbahnindustrie.

Bitumen erhärtet aufgrund von Oxidation der leicht flüchtigen Bestandteile (Maltene) und einer thermischen Beanspruchung. Je geringer der Anteil der Maltene im Vergleich zu den Asphaltenen wird, desto härter wird Bitumen. Resultierend wird das Material spröde und für den Einsatz im Vergleich zum Frischbitumen nur bedingt nutzbar. Maltene lassen sich nicht synthetisieren um u.a. den Vorgang der Erhärtung rückgängig zu machen. Gegen diese negativen Eigenschaften sollen hinzugegebene Additive wirken und das Bitumen revitalisieren.

Revitalisierte Bitumen können für Straßenbau oder andere Zwecke, z. B. Verguß-, Dichtungs- und Isoliermassen für die zurzeit Frischbitumen genutzt wird, eingesetzt werden. Der Lösungsansatz geht in die Richtung, Bitumen mit entsprechenden Weichmachern zu revitalisieren. Allerdings stellen die dabei einzuhaltenden zusätzlichen Bedingungen eine große Herausforderung dar:

  • Verträglichkeit mit den gängigen Asphaltsystemen
  • Akzeptables Kosten/Nutzen Verhältnis der Additive
  • Wenig aufwendiges Verfahren zum Beimischen der Additive
  • Gute und gleichmäßige Verteilung

Bei der Entwicklung der Verfahrenstechnik sollte zunächst auf die bewährten Mischverfahren aus der Asphalt- und/oder Kunststofftechnik zurückgegriffen werden. Anschließend soll das revitalisierte Bitumen z.B. in Straßenbaumaßnahmen eingesetzt werden. Das Ergebnis ist die Entwicklung eines handelsfähigen und marktgerechten Produktes.