Verfahren zum Nachweis der erreichten Verdichtung bei Tragschichten ohne Bindemittel (TOB)

Verfahren zum Nachweis der erreichten Verdichtung bei Tragschichten ohne Bindemittel (TOB)

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Martin Radenberg
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Klaus Krass

Ein wesentliches Kennzeichen einer TOB ist eine ausreichende Verdichtung. Nach derzeitigen Vorschriften ist die erreichte Verdichtung anhand des Verdichtungsgrades DPr, der aus dem Quotienten von Lagerungsdichte und Proctordichte berechnet wird, nachzuweisen. Beide Dichten sind in der Regel mit relativ großen versuchsbedingten Streuungen behaftet, die sich so stark bei der Berechnung des Verdichtungsgrades auswirken, daß bei Abnahme einer Bauleistung immer wieder Streitfälle auftreten. Auch das Verfahren des Nachweises des Verhältniswertes Ev2/Ev1 ist unbefriedigend.

Ziel des Vorhabens ist ein Verfahren zu entwickeln, das die vorgenannten Nachteile nicht aufweist, aber von der Durchführbarkeit her mit vertretbarem Aufwand zum Ergebnis kommt.

Im ersten Schritt sollten die in den europäischen Ländern verlangten Qualitätsnachweise beim Einbau von ToB zusammengestellt und bewertet werden.
Anschließend wurden eigene Labor- und Feldversuche mit den Materialien Kiessand, Dolomit, Basalt, Recycling-Baustoff, Hochofenstückschlacke und Hausmüllverbrennungsasche durchgeführt. Dadurch sollte einerseits ein geeignetes Verfahren für die Bestimmung der vorhandenen Dichte auf der Baustelle und anderseits ein geeignetes Verfahren zur Bestimmung einer Referenzdichte im Labor gefunden werden.

Für die Feldversuche wurden die Materialien jeweils in vier Bahnen, mit einer unterschiedlichen Zahl von Walzenübergängen eingebaut, um unterschiedliche Verdichtungsgrade zu erreichen. Es wurden dynamische Plattendruckversuche, statische Plattendruckversuche, Isotopensondenmessungen, Sandersatz-, Bentonitersatzverfahren und Densitometermessungen vorgenommen. Die Versuche wurden, wenn möglich, an derselben Stelle durchgeführt, um einen direkten Vergleich der Verfahren zu erreichen. Anschließend wurden die Versuche statistisch ausgewertet.

Die Auswertung der europäischen Regelwerke hat ergeben, daß vor allem der modifizierte Proctorversuch, der einfache Proctorversuch und verschiedene Rüttelversuche zur Bestimmung einer Referenzdichte im Labor verwendet werden.

Es wurden daher im Labor Proctorversuche und modifizierte Proctorversuche (gemäß DIN 18127 und mit trockenem Material) sowie Verdichtungsversuche auf dem Rütteltischversuch (ebenfalls mit trockenem Material) durchgeführt.











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