Heft 16 - Prognose des Salzaustrags aus Straßenbaustoffen in der Sickerzone

Heft 16 - Prognose des Salzaustrags aus Straßenbaustoffen in der Sickerzone

Jahr: 2002
Autor: Bettina Stoppka

Ziel dieser Arbeit war die Ermittlung des Salzaustrags aus Straßenbaustoffen am Beispiel der HMV-Asche und deren Verlagerung bis zum Grundwasser. Anhand von Laborversuchen erfolgt eine Abschätzung der Modellparameter für Transportberechnungen mittels FEM. Dabei wurde das Salztransportverhalten in verschiedenen Bodenarten bei unterschiedlicher Überdeckungshöhe über dem Grundwasser qualitativ beschrieben. Durch das Prinzip der inversen Modellierung wurden mit Hilfe der Laborversuche Modelle erarbeitet, aus deren Rand- und Anfangsbedingungen Parameter für die Simulation der Transportverhälnisseaus der Straße bis ins Kontaktgrundwasser abgeleitet wurden. Als Bewertungsgrundlage wird die Beschreibung der Schutzwirkung der Grundwasserüberdeckung der RuA-StB herangezogen. Aus den Laborversuchen ließen sich erste Vorhersagen für eine positive Schutzwirkung bezüglich der Salzverlagerung ins Grundwasser machen. Die effektive Porosität, die Dispersität und die Druck-Sättigungsbeziehungen konnten nicht gemessen werden, was sich für die Simulation nachteilig auswirkte, weil hier Annahmen getroffen werden mussten. Mit dem Programm SPRING konnten die Laborversuche gut modelliert werden, so dass eine Prognose über den Salzaustrag möglich war. Die fehlende Grundwasseroberfläche bei den Laborversuchen wirkte sich positiv auf die Ergebnisse ermittelt für die Bodenart Ut aus. Daher wurden teilweise Abweichungen zwischen den Ergebnissen der Laboruntersuchungen und den Prognoseberechnungen festgestellt. Die durch die Simulation ermittelten Salzfrachten aus der HMV-Asche werden durch die Salzfrachten aus dem Straßenwinterdienst relativiert.